Aichach mit Kantersieg
In der Verbandsliga Südwest haben Aichach’s Tischtennisherren ihren ersten doppelten Punktgewinn in der Rückrunde gefeiert. Gegen eine Nachwuchstruppe des TTC Langweid, in der kein Gästeakteur älter als 16 Jahre war, gelang den Paarstädtern ein standesgemäßer 10:0 – Erfolg. Im Gegensatz zur Vorrunde, als sich das TSV-Quartett nach hartem Kampf knapp mit 6:4 durchsetzen konnte, stand die Rückrundenpartie unter ganz anderen Vorzeichen.
Wie aus der Zeitung zu entnehmen war, machten sich beim TTC Langweid in der Winterpause die Auswirkungen der globalen Politik einschneidend bemerkbar. Als Reaktion auf die Verpflichtung einer 17-jährigen russischen Spielerin für die erste Damenmannschaft, verließen die beiden ukrainischen Spieler der ersten Herrenmannschaft den Verein. Damit war die verbliebene Mannschaft in Deutschlands siebthöchster Spielklasse nicht mehr konkurrenzfähig und hätte abgemeldet werden sollen. Durch den Einsatz engagierter Jugendspieler wurde die Langweider Führungsetage allerdings davon überzeugt, dem Nachwuchs die Chance auf wertvolle Spielpraxis zu geben und das Team in der Verbandsliga zu belassen. Beim Gastspiel in Aichach rechtfertigten die Langweider Nachwuchscracks diese Maßnahme mit einer engagierten Leistung, die unter dem Strich zu zahlreichen engen Satzverläufen und respektablen vier Satzgewinnen führten.
Auf Seiten des TSV musste man kurzfristig auf den erkrankten Kapitän Maxi Kistler verzichten. Neben den Stammkräften Markus Vogler, Markus Geck und Sebastian Steckermeier kam deshalb Daniel Konrad zu seinem zweiten Einsatz im Verbandsligateam. Er bestätigte seine seit Wochen ausgezeichnete Form mit einer weiteren überzeugenden Leistung und war zudem auch noch am Nachmittag im Bezirksliga-Spitzenspiel der dritten Mannschaft erfolgreich.
Dank dieses doppelten Punktgewinns machen die Aichacher in der Tabelle einen Sprung auf Rang drei. Doch bereits am kommenden Samstag wartet mit der SV-DJK Taufkirchen ein ganz harter Brocken auf Maxi Kister und Co. Je nachdem, wie viele der drei möglichen britischen Legionäre auf Seiten der Münchner eingesetzt werden, sind die Paarstädter entweder krasser Außenseiter, oder dürfen sich leise Hoffnungen auf etwas Zählbares machen (mv).

