Aichach verliert denkwürdige Partie gegen Taufkirchen
Einen nicht ganz alltäglichen Spieltag erlebten Aichach‘s Tischtennisherren in der Verbandsliga Südwest beim Gastspiel in Taufkirchen. Dank zweier blitzsauberer Doppelleistungen gingen die Paarstädter mit 2:0 in Führung, schafften es danach aber nicht, eines der folgen acht Einzel zu gewinnen. Eine weitere Besonderheit war die Aufstellung der gastgebenden SV-DJK, denn die Münchner können im Bedarfsfall auf bis zu drei spielstarke, englische Legionäre zurückgreifen. Den Kontakt zum ausländischen Spitzenpersonal stellte der deutscher Nationalspieler Ricardo Walther her. Im Match gegen den TSV kam der nominelle Spitzenspieler, Christopher Doran, zum Einsatz. Die ehemalige Nr.5 der englischen Rangliste beeindruckte nicht nur mit einem unglaublich guten Ballgefühl, sondern war auch mit seinen über zwei Metern Körpergröße und weit über 100kg Körpergewicht eine imposante Erscheinung. Die Aichacher mussten neben Maxi Kistler und Christian Schupp auch noch kurzfristig auf Markus Geck verzichten, boten in der Aufstellung Markus Vogler, Ishak Inac, Sebastian Steckermeier und Lucas Held dem Favoriten jedoch sehr gut Paroli. Insbesondere der Doppelerfolg von Vogler/Inac gegen Doran/Aditya Singh zu Beginn der Partie war eine faustdicke Überraschung. Am Nebentisch boten Steckermeier/Held ebenfalls eine sehr gute Leistung und siegten in fünf Sätzen gegen Tobias Steinbeck/David Bruns. Danach ging den Gästen jedoch, insbesondere in den engen Spielsituationen, etwas das Spielglück verloren.
Beispielhaft vergab Markus Vogler gegen Steinbeck im zweiten Durchgang zahllose Satzbälle und gab diesen Satz mit rekordverdächtigen 20:22 Punkten noch ab. Ishak Inac hatte gegen den gleichen Gegner beim Stand von 10:9 im fünften Satz einen Matchball, verlor die Partie am Ende jedoch mit 10:12. Sebastian Steckermeier und Lucas Held verloren zwar beide gegen Nachwuchsakteur Singh mit 3:0, vergaben aber fast in jedem Satz teils deutliche Punkteführungen und mussten zudem auch noch zahlreiche glückliche Netzroller und Kantenbälle ihres Gegners hinnehmen. Zu allem Überfluss ging auch Steckermeiers zweite Partie gegen Bruns knapp mit 2:3 verloren, so dass das TSV-Quartett am Ende den zahlreichen vergebenen Chancen doch etwas hinterhertrauerte.
Nach einer Woche Spielpause steht für die Paarstädter am 14.03. eine äußerst wichtige Auswärtspartie auf dem Programm. Mit einem Sieg beim Tabellenvorletzten TSV Königsbrunn könnten Maxi Kistler und Co. einen ganz wichtigen Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt machen (mv).

